Côte d’Ivoire: Austausch über Kakao, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung
Als Honorarkonsul der Republik Côte d’Ivoire in Deutschland reiste Dr. Hermann Bühlbecker für mehrere Tage nach Abidjan, um die Beziehungen zu Politik und Wirtschaft weiter zu vertiefen. Im Mittelpunkt standen Gespräche und Besuche rund um Kakao, Cashewkerne, Nachhaltigkeit und lokale Wertschöpfung.
Den Auftakt bildete ein persönliches Treffen mit der First Lady der Côte d’Ivoire, Dominique Ouattara. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere die wirtschaftliche Bedeutung von Kakao und Cashewkernen für das Land sowie die Verbindung zur Lambertz-Gruppe. Für Lambertz spielt Kakao als einer der wichtigsten Rohstoffe der Schokoladen- und Gebäckproduktion eine zentrale Rolle. Die Côte d’Ivoire ist der weltweit größte Kakaoproduzent und zählt auch bei Cashewkernen zu den international bedeutendsten Erzeugerländern.
Auch der direkte Austausch mit Vertretern der ivorischen Regierung war ein wichtiger Bestandteil der Reise. Im Ministerium für Handel, Industrie und Handwerk trafen Dr. Hermann Bühlbecker und Botschafter Azizé Diabaté den Minister Ibrahim Kalil Konaté und führende Mitarbeiter seines Hauses. Ein weiterer Termin führte in das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Nahrungsmittelproduktion. Im Gespräch mit Minister Bruno Nabagné Koné und seinem Team ging es insbesondere um die weitere Entwicklung der landwirtschaftlichen Rohstoffproduktion sowie um Themen wie Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und die stärkere Wertschöpfung innerhalb des Landes.
Einen besonderen Einblick in die Organisation des ivorischen Kakaosektors erhielten Dr. Hermann Bühlbecker und Frank Visé beim Conseil du Café-Cacao. Gemeinsam mit Botschafter Azizé Diabaté trafen sie dessen Generaldirektor Koné Brahima Yves. Die Institution nimmt eine zentrale Rolle bei der Organisation und Regulierung des Kaffee- und Kakaosektors ein. Im Gespräch wurden unter anderem die Preisbildung für Produzentinnen und Produzenten, die Entwicklung des internationalen Kakaomarktes sowie neue Maßnahmen zur Rückverfolgbarkeit thematisiert. Dazu zählt auch die „Carte du Producteur“, mit der die Herkunft des Kakaos transparenter und entlang der Lieferkette nachvollziehbarer werden soll.
Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch der Kakaoproduktion vor Ort. Auf den Plantagen konnten Dr. Hermann Bühlbecker und seine Begleiter die einzelnen Schritte von der Kakaofrucht über die Ernte und Verarbeitung bis zum Rohstoff kennenlernen, der später unter anderem für Schokoladenprodukte eingesetzt wird. Der persönliche Austausch mit den Menschen vor Ort vermittelte dabei einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit, die am Anfang der Wertschöpfungskette steht.
Besonders eindrucksvoll war auch der Besuch der Kakao-Kooperative CAYAT in der Region um Yakassé-Attobrou. Mehr als 3.000 Farmerinnen und Farmer sind dort zusammengeschlossen und erzeugen jährlich mehr als 8.000 Tonnen zertifizierte landwirtschaftliche Produkte. Neben nachhaltiger und rückverfolgbarer Produktion übernimmt die Kooperative auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen sowie eine eigene Radiostation zeigen, dass die gemeinschaftliche Organisation weit über den reinen Kakaoanbau hinausgeht. Rund um die Kooperative entstehen so Strukturen, die das Zusammenleben stärken und Perspektiven für die Menschen in der Region schaffen.
Auch die persönlichen Begegnungen kamen während der Reise nicht zu kurz. Auf Einladung des ivorischen Kommunikationsministers und Regierungssprechers Amadou Coulibaly verbrachte die Delegation einen Abend in dessen Privathaus am Rande von Abidjan. Gemeinsam mit seiner Frau empfing der Minister Dr. Hermann Bühlbecker, Frank Visé und Botschafter Azizé Diabaté zu einem persönlichen Austausch. Zum Abschluss überreichte er den Gästen ein Präsent als Zeichen der Verbundenheit.
Die Reise verband damit die Aufgaben Dr. Hermann Bühlbeckers als Honorarkonsul auf besondere Weise mit seiner unternehmerischen Tätigkeit bei Lambertz. Sie ermöglichte Gespräche auf höchster politischer Ebene ebenso wie unmittelbare Einblicke in die Herkunft eines der wichtigsten Rohstoffe der Süßwarenindustrie. Zugleich unterstrich sie die Bedeutung langfristiger Beziehungen zu den Menschen und Institutionen eines Landes, das für den internationalen Kakaomarkt eine herausragende Rolle spielt.